Pandemic Legacy Season 1: Das Spiel für die Quarantäne?

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Gestern habe ich diesen Tweet in meiner Timeline gesehen. Da ich seit einigen Monaten mit ein paar Freunden das Spiel „Pandemic Legacy Season 1“ spiele, dachte ich mir, dass doch nun ein guter Zeitpunkt ist, dazu etwas zu schreiben und vielleicht überzeugt es ja den einen oder die andere, dieses Spiel mal zuhause auszurobieren.

Ich kann dieses Spiel nämlich tatsächlich auch empfehlen, und vielleicht lernt man auf diese Weise auch etwas zum Thema Pandemie und exponentielles Wachstum. Grundsätzlich sollte aber mindestens eine Person mitspielen, die eine gewisse Spielerfahrung mitbringt. Insbesondere in späteren Partien wird das Spiel sehr regelintensiv. Daher empfehle ich auch ein Mindestalter von 12 Jahren.

Worum geht´s?

In „Pandemic Legacy Season 1“ wird die Welt nicht nur von einem Virus sondern von insgesamt 4 Krankheiten heimgesucht. Aufgabe der Spieler*innen ist es diese Krankheiten zu besiegen, und zwar gemeinsam.
Pandemic Legacy ist also ein kooperatives Teamspiel, beim dem alle zusammenarbeiten müssen.
Die Aufgaben erstrecken sich von Aufbau einer Infrastruktur (Forschungszentren, Militärbasen, etc.), der Suche nach Heilmitteln, und der Verhinderung weiterer Ausbrüche.
Das besondere an der Legacy-Edition ist, dass das Spiel sich mit jeder Partie weiter entwickelt. Jede Runde stellt einen Monat dar, und Entscheidungen in der Januar-Partie haben Folgen für die Februar-Partie. Das macht das Spiel sehr dynamisch und für jede Spieler*innen-Gruppe einzigartig. Insgesamt lässt sich jeder Monat zweimal spielen, also bietet das Spiel insgesamt 12-24 Partien an.
Das Spiel verfügt über eine große Anzahl an Stickern, Schachteln, Figuren (…), die alle im Verlauf der Partien hinzukommen und auch das Spielbrett und die Spielfiguren neu gestalten.

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Wie wird gespielt?

Eine komplette Spielanleitung spare ich mich hier, das hat der Hersteller schon ganz gut hinbekommen. Damit ihr aber einen Eindruck von der Spielmechanik erhaltet, hier folgendes:
Zu Beginn jeder Runde wählen die Spieler (2-4) einen Charakter aus (siehe Bild oben). Dieser Charakter verfügt über spezielle Eigenschaften, die er im Spiel einsetzen kann. Auch hier ist eine Abstimmung mit den anderen Spieler*innen wichtig. So gibt es z.B. den Sanitäter, der sehr gut Krankheiten behandeln kann, oder den Logistiker, der Spielfiguren sehr gut über das Spielbrett bewegen kann.

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Das Spielbrett zeigt die Weltkarte, die in 6 Regionen unterteilt ist, und die größten Städte auf den Kontinenten. Auf dieser Weltkarte bewegen sich die Spieler*innen zwischen Städten hin und her um:

  • Infrakstruktur zu bauen: Forschungszentren sind enorm wichtig.
  • Krankheiten zu behandeln: Diese werden im Spiel in Würfelform dargestellt. Je mehr Würfel in einer Stadt liegen, desto mehr Infektionen gibt es dort. Jedes Mal wenn in einer Stadt mehr als drei Würfel liegen (sollten), breitet sich die Krankheit in die umliegenden Städte aus.
  • Wissen teilen: Auf der Suche nach Heilmitteln sammeln die Spieler*innen Karten, die sie untereinander auch tauschen können. Wenn man eine bestimmte Anzahl an Karten der gleichen Sorte hat, kann man die
  • Krankheit heilen.

Was gefällt mir am Spiel?

Mit meinen Freunden habe ich bereits etwa 6 Partien gespielt. Neben der grundsätzlichen Spielemechanik reizt uns als Gruppe vor allem die Story und deren Entwicklung. Das Spiel schafft es sehr gut, dass man mitfiebert, wie es weiter geht und welche Entscheidungen gravierende Folgen haben. Dabei passt das Spiel auch den Schwierigkeitsgrad an, wenn die Gruppe eine Partie nicht so gut abgeschlossen hat.
Das Spiel ist nicht einfach und kann manchmal auch zu frustrierenden Momenten führen, z.B. wenn Regeln nicht ganz klar sind.
Der Hauptgrund warum dieses Spiel aber uns als Gruppe soviel Spaß macht ist die Kooperation. Durch die Charaktere fühlt man sich wirklich wie ein Forschungsteam, das gemeinsam die Welt rettet. Einzelgänge funktionieren in diesem Spiel nicht, jeder Schritt und jede Aktion muss mit dem Team abgesprochen werden.

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