Geralt von Riva – Die Hexersaga von Andrzej Sapkowski

Update: Ich habe jetzt das zweite Buch der Saga „Zeit der Verachtung“ beendet. Das Ende des Buches hat mich tatsächlich schockiert und „wachgerüttelt“. Ich werde die Reihe nicht weiterlesen.
Der Grund dafür: Ich kann die Art und Weise, wie der Autor in diesem Buch Frauen darstellt und seine Vergewaltigungsfantasien auslebt nicht länger ertragen. Ich schäme mich dafür, dass ich es erst im dritten Buch so gemerkt habe. Die Geschichte ist spannend und hat ein riesiges Potential. Aber wenn aus jeder Begegnung zwischen Mann und Frau und jeder Beschreibung von Frauen die misogynen Haltung des Autors hervortrieft, ziehe ich als Leser meine Konsequenz daraus und lege die Bücher zur Seite. Vielleicht schreibe ich zu der Reihe noch eine ausführlichere Rezension. Das Ende des dritten Buches hat aber in mir einen Ekel und eine Wut ausgelöst, wie es bisher (glücklicherweise) noch kein Buch geschafft hat.

















Das neue Jahr starte ich mit den Geschichten über Geralt von Riva und seinen Abenteuern als Hexer.

Angefixt von der tollen Netflix-Serie „The Witcher“ und den gleichnamigen Computerspielen habe ich begonnen die Hexersaga von Andrzej Sapkowski zu lesen. Die Saga umfasst nach meiner Kenntnis fünf Bücher. Zusätzlich erzählen zwei Bände mit Kurzgeschichten die Vorgeschichten zur Saga und ein Einzelroman ist chronologisch nach den Kurzgeschichten und vor der Pentalogie angesiedelt.

Derzeit lese ich den zweiten Kurzgeschichtenband „Schwert der Vorsehung“, nachdem ich den ersten Band „Der letzte Wunsch“ in wenigen Tagen gelesen habe. Die Handlung der Netflix-Serie hält sich relativ genau an die Kurzgeschichten, daher kam mir vieles schon bekannt vor.

Worum geht es?

Geralt von Riva verdient sein Geld mit dem Beseitigen von allerlei Ungeheuern. Mit seinem Pferd Plötze und dem Troubadour Rittersporn reitet er durch die Königtümer und Fürstentümer und kämpft mit Kikimoras, Striegen, Vampiren und weiteren Monstern.

In den Büchern wird eine fantastische Welt entworfen, voll von merkwürdigen Gestalten. Dabei geht es nicht nur um das Töten von Monstern, auch das Leben in den Königs- und Fürstentümern wird detailreich beschrieben. Die Bandbreite reicht dabei von dörflichen bis zu königlichen Angelegenheiten, in die Geralt auf seiner Reise immer wieder verwickelt wird.

Was mich an der Saga fesselt

Meine Kenntnis über die Fantasysage von Andrzej Sapkowski ist ziemlich neu. Ich habe vor einiger Zeit das Computerspiel „The Witcher 3 – Wild Hunt“ gespielt. Allerdings habe ich mich damals nicht allzu intensiv damit auseinandergesetzt und es auch nicht durchgespielt. Erst mit der Veröffentlichung der Netflix-Serie stieß ich dann auch die Bücher.

Die beherrschende Fantasy-Serie des letzten Jahrzehnts war mit Sicherheit „Game of Thrones“, die auch ich gelesen und gesehen habe. Nach der letzten Staffel war ich auf der Suche nach einer spannenden Fantasywelt, in die man eintauchen kann. Möglicherweise bin ich mit der Geralt-Saga fündig geworden.

Ein Grund dafür könnte sein, dass neben den klassischen Fantasyelementen wie Elfen, Zwerge, Zauberer und Co. auch Elemente eingefügt werden, die ich so bisher nicht kannte. Zugegeben, ich bin kein Fantasy-Experte… Mein Wissen beruht hauptsächlich auf Herr der Ringe, Der Hobbit und Game of Thrones, also den wahrscheinlich den populärsten Vertretern der Fantasyzunft…

Die Welt und ihre Charaktere werden in der Hexer-Saga sehr ausführlich und detailverliebt beschrieben. Die Erzählung vermag es sehr gut große Abenteuer groß und breit auszuschmücken, aber auch rechtzeitig die Geschichte voranzutreiben.

Klare Leseempfehlung, auch wenn ich noch den Großteil der Saga vor mir habe.

Wer noch einen passenden Ohrwurm (aus der Netflix-Serie) braucht:

Reihenfolge der Bücher:

Kurzgeschichtenbände

  • Der letzte Wunsch
  • Schwert der Vorsehung

Einzelroman „Zeit des Sturms“ (es wird wohl empfohlen zuerst die Saga zu lesen…)

Die eigentliche Saga

  • Das Erbe der Elfen
  • Die Zeit der Verachtung
  • Feuertaufe
  • Der Schwalbenturm
  • Die Dame vom See

Atomic Habits – Macht der Gewohnheiten

„The goal is not to ride a bike, the goal is to become a rider.“

„Atomic Habits“ von James Clear ist ein Sachbuch, dass mir dieses Jahr geholfen hat meinen Alltag zu strukturieren und positive Gewohnheiten zu entwickeln. Daher möchte ich mich an einer kleinen Rezension versuchen, vielleicht hilft es der einen oder dem anderen weiter und findet Interesse an diesem Buch.

Worum geht es in Atomic Habits?

Thematisch fällt das Buch in die Kategorie der Selbstoptimierungs-Ratgeber. Selbstoptimierung ist ja nicht erst seit gestern ein Buzzword und man findet Ratgeber dazu in jeder Zeitschrift und auf jeder Website. Ich persönlich bin für das Thema sehr empfänglich, habe auch mittlerweile eine kritische Sicht auf den Selbstoptimierungs-Hype.

Insbesondere bei einer starken Fokussierung auf die Verbesserung von persönlichen Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften kann Selbstoptimierung aus meiner Sicht schädlich sein. Ein zwanghafter Perfektionismus kann dazu führen, dass man sich noch mehr abhetzt und es wenig Raum für Entspannung und Muße gibt.

Aus den Strategien die James Clear im Buch „Atomic Habits“ beschreibt, konnte ich aber die positiven Seiten der Selbstoptimierung für mich entdecken.

Ich konnte meine Motivation zur persönlichen Entwicklung kanalisieren und in konkrete Handlungen umsetzen. Dadurch haben sich für mich neue und klarere Zielsetzungen für mein persönliches Leben ergeben.

Kurz zusammengefasst beschreibt Clear in seinem Buch eine Strategie der kleinen Schritte.

„forget about goals – focus on your system.“

Jede tägliche Gewohnheit ist eine Wahl dafür, welcher Mensch wir sein wollen. Clear beschreibt, dass Gewohnheiten identitätsstiftend sein können, unabhängig davon ob es „gute“ oder „schlechte“ Gewohnheiten sind.

Clear schlägt also vor, dass man sich die Frage stellt:

Welche Person möchte ich sein?

Aus den Antworten lassen sich in kleinen Schritten Gewohnheiten entwickeln um diese Person zu werden.

„Habits reduce cognitive load and free up mental capacity.“

Ich habe mittlerweile durch die Techniken aus dem Buch etwa 7-8 Gewohnheiten im Alltag entwickelt.

Einige davon sind ziemlich banal, aber durch andere habe ich mein Interesse an bestimmten Themen durchaus steigern können. Einfaches Beispiel: Ich habe viele Jahre lang kaum noch Bücher gelesen. Oft fehlte mir der Anreiz oder Motivation. Durch den Prozess der Gewohnheitsentwicklung habe ich es geschafft, dass ich mittlerweile wieder richtig gerne und viel lese.

Prozess einer Gewohnheitsentwicklung:

Wie sieht ein Prozess zur Entwicklung einer Gewohnheit aus? Ich versuche es am Beispiel „Liegestützen“. Banal, ja klar, aber kennt nicht das Problem sich zu unliebsamen Sportübungen aufzuraffen? Für mich geht es darum, dass ich mit einem ersten Schritt, also regelmäßige Liegestützen zu machen, eine Gewohnheit entwickle um neben dem Radfahren an meiner Oberkörperkraft zu arbeiten.

Mit vier Schritten aus dem Buch konnte ich meine Gewohnheit ändern:

  1. Mach es offensichtlich.

Es braucht deutliche Erinnerungen im Alltag. Ich nutze ein App, die mich täglich an meine Gewohnheiten erinnert.

  1. Mach es attraktiv.

Verbinde die Pflicht mit der Kür, simples Belohnungssystem. Man kann auch zwei Gewohnheiten miteinander verknüpfen, z.B. mache ich oft meine Liegestützen bevor ich dusche oder während ich YouTube schaue.

  1. Mach es einfach.

Setze dir realistische Ziele. Ich habe mit wenig Liegestützen angefangen, mache sie dafür aber täglich.

  1. Mach es befriedigend.

Auch hier greift wieder das Belohnungssystem. Im Fall der Liegestützen ist die Belohnung natürlich die körperliche Fitness. Clear meint damit aber auch, dass man sich unmittelbar für das Absolvieren der Gewohnheit belohnen soll. Ich führe über eine App z.B. einen Habit Tracker, der mir anzeigt, wie viele Tage in Folge ich meine Gewohnheiten absolviert habe.

Fazit

Ich habe beim Lesen oft gedacht: „Ok krass, ja das ist ziemlich verständlich und logisch… wieso hab ich das nicht schon längst so gemacht?“

Das ist aus meiner Sicht die große Stärke des Buches. James Clear beschreibt die Strategien sehr klar und verständlich und mit konkreten Tipps zur Umsetzung.

Vielleicht sind es auch keine Erkenntnisse, die zwangsläufig neu oder bahnbrechend sind. Das ist aus meiner Sicht aber nicht entscheidend. Viel entscheidender ist für mich, dass Clear es schafft, die Motivation zur Veränderung zu wecken. „Atomic Habits“ ist auch sehr anschaulich gefüllt mit Übersichten und Tabellen, an denen man sich orientieren kann. Auf seiner Homepage www.jamesclear.com kann man sich diese Tabellen dann auch herunterladen oder sich für seinen sehr interessanten Newsletter anmelden, der einmal pro Woche erscheint.

#1 wiwewa?

Wieso? Weshalb? Warum? Yet another blog. Und ich finds gut. Bibobo klingt für mich nach einem ersten Gefühl der Genialität zwar mittlerweile etwas beknackt, aber was soll’s. Ich kann mir die Adresse auf jeden Fall gut merken. Vielleicht geht es anderen ja ähnlich. Kennt ihr schon mein Maskottchen? Bibobo, den Schimpansen? Fotos folgen.

Worum geht‘s? Ums Radfahren, ums Lesen und um Brettspiele.

In erster Linie möchte ich über diese drei Themen genug Schreibstoff finden, um eine interessante Homepage zu gestalten, die auch noch gut aussieht. Aus persönlicher Sicht sind das schon hohe Anforderungen an mich selber.

Ich möchte lernen. Wie ich WordPress gut nutzen und einsetzen kann. Wie ich eine Seite ansprechend gestalten kann. Wie ich interessante Blogeinträge schreiben kann.

Ob diese Homepage nun viele Besucher:innen anzieht, ist für mich eher zweitrangig. Ich freue mich über alle, die hier vorbeischauen und ein paar Zeilen lesen. Als alter Sozialpädagoge freue mich natürlich auch immer über „konstruktive Kritik“.

Auf eine ausführliche Vorstellung von mir verzichte ich. Ich glaube, dass ein persönlicher Blog rund um meine drei Leidenschaften ohnehin genügend von mir preisgibt. Da braucht es keinen Steckbrief.

Stephan
35 Jahre
Sozialpädagoge
mag Pizza